Ein Adventskalender muss nicht aus Schokolade bestehen. Ein Vers am Tag, gemeinsam gelesen am Frühstückstisch oder vor dem Schlafengehen, erzählt in 24 kleinen Schritten, worauf wir im Advent eigentlich warten. Wir zeigen, wie ihr einen solchen Verskalender aufbaut – und haben eine fertige Vorlage für euch vorbereitet.
Warum ein Verskalender?
Der Advent ist eine Zeit des Wartens. In der Bibel ist dieses Warten voller Hoffnung: Propheten kündigen an, dass Gott kommt, Maria und Josef machen sich auf den Weg, Hirten hören die Botschaft der Engel. Wer jeden Tag einen dieser Verse liest, erlebt die Geschichte bis Heiligabend Stück für Stück mit. Für Kinder wird so aus einem abstrakten „bald ist Weihnachten“ ein Weg mit 24 Etappen.
So ist unser Kalender aufgebaut
Die 24 Verse folgen dem Bogen der Weihnachtsgeschichte: Am Anfang stehen die Verheißungen der Propheten, etwa Jesaja 40,3: „Bereitet dem HERRN den Weg.“ In der Mitte geht es um Maria, Josef und den Weg nach Bethlehem. Die letzten Tage gehören den Hirten und den Engeln, bis am 24. Dezember das Wort steht, auf das alles zuläuft:
„Denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der HERR, in der Stadt Davids.“
– Lukas 2,11
Zu jedem Vers gibt es eine kleine Idee für den Tag: eine Kerze anzünden, jemanden anrufen, der allein ist, gemeinsam einen Moment still werden. Die Ideen sind bewusst einfach, damit sie auch an vollen Tagen gelingen.
Vorlage ausdrucken und basteln
- Die Kartenbögen auf festes Papier drucken (160–250 g/m²), am besten in Farbe.
- Die 24 Karten im Format A7 ausschneiden.
- Zusammenrollen und in kleine Tüten, Umschläge oder an einen Zweig hängen.
- Jeden Tag eine Karte öffnen, vorlesen und die Idee ausprobieren.
Den Advents-Verskalender und fünf weitere Vorlagen bekommst du als PDF per E-Mail: zu den kostenlosen Vorlagen.
Tipps für verschiedene Altersgruppen
Kleine Kinder hören am liebsten eine Geschichte. Lest den Vers vor und erzählt in zwei, drei Sätzen, was gerade passiert: Wer ist unterwegs? Worauf warten sie? Schulkinder können den Vers selbst vorlesen und die Karte am Abend auf die Rückseite beschriften – was war heute schön? So entsteht nebenbei ein kleines Advents-Tagebuch. Jugendliche und Erwachsene nehmen den Vers mit in den Tag und schauen, wo er ihnen begegnet.
Den Advent sichtbar machen
Viele Familien verbinden den Verskalender mit einem festen Platz: einem Zweig in der Vase, einer Schnur am Fenster oder dem Adventskranz. Für den Weihnachtsbaum haben wir Holzanhänger mit Versen aus der Weihnachtsgeschichte gestaltet – „Fürchtet euch nicht.“, „Euch ist heute der Heiland geboren.“ und „Immanuel.“.
Wir wünschen euch eine gesegnete Adventszeit.